35. Albextrem 2018: Ergebnisse der Bad Boller Roller

Hier kommen sie, die Ergebnisse unseres Teams:

Traufkönig | 300 km – 6.000 hm (4 Finisher)
Meike Manthey, Hans Rösch, Andreas Spannbauer, Wolfgang Uhl

Midsize | 260 km – 4.800 hm (11 Finisher)
Olaf Bock, Marc Endres, Martin Geiger, Ronny Letsch, Wolfgang Maier, Andreas Milde, Volker Prinzing, Wolfgang Seybold, Bonno Stürenburg, Dustin Van Delden, Monika Walbach

Classic | 200 km – 3.600 hm (15 Finisher)
Lars Becker, Palmiro Desiderio, Thomas Flaig, Martin Heckmann, Günter Jauss, Matthias
Kaiser, Manfred Koch, Matthias Müller, Frank Pettinger, Roland Reif, Michael Stoll, Ralf Vatter, Pieter Westermann, Marco Zimmermann, Michael Zimmermann

RTF | 165 km – 2.800 hm (10 Finisher)
Jens Anderle, Sonja Anderle, Daniela Bonzheim, Michael Döhlemann, Martin Eckert, Robin Elflein, Dieter Hinderberger, Roland Masloh, Reiner Straub, Natalie Turner

Leider nicht mitfahren konnten Ralf Kilian und Andreas Walter. Achim Dettenrieder wurde durch einen Defekt an der Hinterradnabe gestoppt. Alle Ergebnisse mit Fahrzeiten gibt es zum Abruf bei www.abavent.de.

Nochmal einen Platz besser

Mehr als überrascht waren die im Festzelt verbliebenen Teammitglieder der Bad Boller Roller und ihre Familien, als das Gesamtergebnis der diesjährigen Albextrem verkündet wurde. Trotz kleinerem Team landeten die wackeren Radler wieder auf dem Podest und dort sogar auf Platz 2! Herzlichen Dank an alle Mitfahrer für diese großartige Leistung.

Ein ausführlicher Bericht und Fotos folgen.

Bad Boller Roller auch 2017 eine feste Größe bei der Albextrem

Wieder einmal hatten die Organisatoren alles für eine perfekte Albextrem hergerichtet. Herrliche Strecken, viele und steile Berge, Unmengen von belegten Brötchen, Butterbrezeln, Müsliriegeln, Obst, Hefezopf und Kuchen, Hektoliter von Getränken und eine Schar fleißiger Helfer. Kein Wunder, dass jedes Jahr über 3.000 Radfahrer nach Ottenbach reisen, um die Faszination „Albextrem“ zu erleben. Nach Tagen und Wochen großer Hitze hatte Petrus am 25. Juni die Heizung etwas zurückgedreht, sodass – bis auf den Wind – perfekte Bedingungen herrschten.

Mit dem Startschuss von Bürgermeister Franz setzte sich die lange Karawane um 5.30 Uhr in Bewegung, um mit dem Hohenstaufen gleich den ersten Berg zu erklimmen. Bereits auf der Schleife zur ersten Verpflegung galt es, im Schwäbischen Wald manchen steilen Stich zu bezwingen. Mit der Auffahrt von Bargau zum Himmelreich sowie von Lautern nach Lauterburg stellten sich den Radlern auf den ersten 100 km gleich zwei weitere Wände entgegen. Wohl dem, der bei rasender Fahrt über die Hochebene der Alb in den Genuss des Windschattens einer größeren Gruppe kommen konnte.

Zurück in Geislingen stellte sich die Frage: Klein (177 km), Mittel (250 km) oder Groß (313 km)? Wie immer die Entscheidung auch ausgefallen sein mag – Respekt vor jedem, der bis zum Abend wieder die letzte Kehre genommen hatte und am Festzelt durch den Zielbogen gefahren war. Standen doch auf den größeren Runden noch gesalzene Anstiege u.a. nach Hohenstadt (der Name ist Programm), Grabenstetten, Erkenbrechtsweiler, zum Otto-Hoffmeister-Haus sowie der Hexensattel und die Oberböhringer Steige auf dem Programm.

Auch wenn sich mancher unterwegs vielleicht mal gefragt haben sollte: „Warum mache ich das eigentlich?“ Nach ein paar Tagen Ruhe und Erholung steigt sie wieder langsam, die Vorfreude auf die Albextrem 2018!


Hier die Ergebnisse unserer Teammitglieder:

„Classic“ mit 177 km und 3.000 Hm:
BONZHEIM Daniela, DESIDERIO Palmiro, DETTENRIEDER Achim, DOSTER Andreas, DOSTER Lukas, DÖHLEMANN Michael, ECKERT Martin, ELFLEIN Robin, HECKMANN Martin, JAUSS Günter, JEZIOROWSKI Klaus, KAISER Günter, KAISER Matthias, KILIAN Ralf, KOCH Manfred, KUBICIEL Johnny, LEY Hans, LINKE Karsten, LÖW Norbert, MASLOH Roland, MÜLLER Matthias, OSSWALD Frank, PETTINGER Frank, PIEZUNKA Dagmar, SEIFART Eckhart, SEYBOLD Petra, VAN DELDEN Dustin, VATTER Ralf, WALTER Andreas, WESTERMANN Pieter

(30 gewertete)

„Midsize“ mit 250 km und 4.500 Hm:
CADUS Sebastian, ENDRES Marc, GEIGER Martin, MAIER Wolfgang, MANTEY Meike, MILDE Andreas, PRINZING Volker, RÖSCH Hans, SEYBOLD Wolfgang, STÜRENBURG Bonno, WALBACH Monika, ZIMMERMANN Marco, ZIMMERMANN Michael

(13 gewertete)

„Traufkönig“ mit 313 km und 6.000 Hm:
LETSCH Ronny, SPANNBAUER Andreas, UHL Wolfgang

(3 gewertete)

Platz 3 erfolgreich verteidigt

Auch ein dezimiertes Team der Bad Boller Roller kann Großes leisten! Platz 3 in der Gruppenwertung des Vorjahres ist erfolgreich verteidigt. Herzlichen Dank an alle Teamfahrer für die Teilnahme und die tolle sportliche Leistung.

Ein ausführlicher Bericht mit Bildern folgt. Wer auch noch Bilder von der Albextrem 2017 hat, kann sie mir gerne zur Verfügung stellen.

Erneut auf dem Podest: 3. Platz bei der Albextrem 2016

Dass mit den Bad Boller Rollern zu rechnen ist, haben sie schon oft bewiesen. Bei der Albextrem 2016 schaffte das Team mit 63 Finishern und 13.500 zurückgelegten Kilometern erneut den Sprung aufs Podest und belegte hinter den starken Birenbachern sowie den Südschweden Rang 3 in der Gruppenwertung. Eine tolle Leistung von allen, die hierzu beigetragen haben!

Da ist das Ding!

Ein ausführlicherer Bericht mit Bildern folgt.

Weilerstoffeler Wand kann Bad Boller Roller nicht bremsen

Dass es bei der Albextrem 2015 „etwas härter“ zugehen würde als gewohnt, war den meisten Radlern bereits nach wenigen Kilometern bewusst. Anstatt gemütlich durchs Walkersbacher Tal zu rollen zweigte die Strecke an der Weitmarser Sägemühle unvermittelt nach rechts Richtung Pfahlbronn ab, wo es die ersten knackigen Höhenmeter zu absolvieren galt. Auch der Aufstieg vom Haselbacher Tal zum Gartenschaugelände in Schwäbisch-Gmünd (schon bekannt aus dem vergangenen Jahr) zwang viele Pedaleure in den kleinsten Gang bzw. aus dem Sattel. Mit dem Rechberg stellte sich dem Feld gleich nach der ersten Verpflegung in Waldstetten ein weiterer Brocken entgegen.

Spätestens in Weilerstoffel konnten die Fahrerinnen und Fahrer über solche „Hügelchen“ nur noch müde lächeln. Nach der rasanten Abfahrt von Tannweiler herunter stand unmittelbar hinter dem Ortseingang ein Streckenposten, der allen Radlern fahnenschwenkend und mit lauter Stimme zurief: „Runterschalten! Runterschalten!“ Grund: Die Auffahrt zum Flugplatz Hornberg – genannt „Weilerstoffeler Wand“.

Die Fakten hierzu: 240 Höhenmeter auf einer Strecke von 1,8 Kilometern, eine erste Rampe mit 17% Steigung, bevor nach einer kurzen Passage mit 10% das Maximum von 20% erreicht wird. Im weiteren Verlauf zeigt der Hang dann nochmals mit bis zu 18% seine Zähne, erst kurz vor dem Plateau sinkt die Anzeige wieder auf „lächerliche“ 10%.

Anschließend geht es gemächlich über Weißenstein, Treffelhausen das Roggental hinunter und gleich wieder hoch nach Steinenkirch. Welliges Profil begleitet die Radler bis zur nächsten Verpflegung nach Gnannenweiler, wo fleißige Helfer den hungrigen und durstigen Teilnehmern einen schönen Empfang bereiten. Da an diesem Sonntag nahezu Windstille herrscht, fallen auch die nächsten Kilometer über Gerstetten, Altheim, Schalkstetten und Geislingen nicht schwer. An der Streckenteilung zwischen der kleinen „Classic-Tour“ mit 190 km und den beiden langen Schleifen stellt sich für manchen die Frage, ob er den inneren Schweinehund für größere Taten motivieren kann.

Recht warm geworden ist es inzwischen an der frisch asphaltierten Türkheimer Steige. Zuschauer an der Strecke motivieren mit Beifall und Anfeuerungsrufen. In rasanter Fahrt geht es von den Schonterhöfen hinunter nach Bad Ditzenbach. Durchatmen ist angesagt bei Müsliriegeln, Hefezopf und reichlich kühlen Getränken. Wer will, kann sich mit einer Massage für die kommenden Anstrengungen wappnen und Waden und Nacken durchkneten lassen.

An der nächsten Kreuzung steht dann eine gewichtige Entscheidung an: Links nach Gosbach abbiegen auf die große Schleife mit 300 km oder geradeaus nach Auendorf für die mittlere Tour mit „nur“ 240 km? Nochmal 60 km und 1.400 Höhenmeter extra? Dazu das Zeitlimit 18.00 Uhr für die Gruppenwertung und 19.00 Uhr für Einzelfahrer. Immerhin: 122 Fahrer und eine (!) Fahrerin haben es gewagt und dürfen sich jetzt „Traufkönig(in)“ nennen.

Doch auch ohne die Aufstiege nach Drackenstein, Hohenstadt, zum Reußenstein, die Oberlenninger und Weilheimer Steige stellen sich im weiteren Verlauf der mittleren und kleinen Runde noch einige Hindernisse in den Weg. Also gerade aus weiter nach Auendorf und über den Sattel nach Gammelshausen. Schnell ist Schlat erreicht, doch der Gairenbuckel verlangt alles ab und wird mit jedem Höhenmeter auch immer steiler. Der Atem geht auf Anschlag, der kleinste Gang ist längst aufgelegt, doch die Steigung nimmt kein Ende. Zum Glück verleihen die treuen Fans am Straßenrand den Beinen neue Kraft.

Der sonst so gefürchtete Hexensattel fühlt sich ein paar Minuten später dagegen eher mickrig an. Auch von Unter- nach Oberböhringen „läuft“ es, wenn nicht Glasscherben und platte Reifen die Fahrt unterbrechen. Kür ist die Fahrt nach Eybach und durch das Roggental nach Treffelhausen. Bald ist Stötten erreicht, wo man sich mit Cola, Yoghurt und Hefezopf nochmals für die letzen Kilometer aufputschen kann. In fliegender Fahrt rollen große Konvois über die Albhochfläche und jagen den Messelberg hinunter. Am letzten Anstieg von Reichenbach u.R. zum Birkhof finden viele Überholvorgänge statt. Manch müder Radler bewegt sich schiebend aufwärts. Doch spätestens bei der Abfahrt nach Ottenbach sind (fast) alle Strapazen vergessen und beim Anblick des Zielbogens macht sich eine große innerliche Zufriedenheit breit.

Nach dem Genuss von gerösteten Maultaschen mit Salat und einem kühlen Bier folgt schließlich eine weitere Überraschung. Die Bad Boller Roller werden bei der Siegerehrung erst als Vorletzte aufgerufen: Rang 2 in der Gruppenwertung und erstmals der Sprung aufs Siegerpodest! Herzlichen Dank an alle 78 Fahrer, die mit insgesamt zurückgelegten 16.920 km diese tolle Platzierung möglich gemacht haben.